Ungarns Neue Linke: Goethe-Medaille in Weimar an Ágnes Heller verliehen

Ágnes Heller, die Lieblingsschülerin des marxistischen Literaturhistorikers und Philosophen Georg Lukács, galt lange Zeit als Repräsentatin einer Neuen Linken in Ungarn. Erinnert sei an das mit ihrem Ehemann Ferenc Feher verfaßte Buch „Diktatur über die Bedürfnisse – Sozialistische Kritik osteuropäischer Gesellschaftsformen“, das 1983 im Verlag zum Studium der Arbeiterbewegung (VSA) erschien. Am 28. August 2010 wurde sie in Weimar für ihr Lebenswerk, das über 40 Buchtitel umfaßt, ausgezeichnet. Darin spiegelt sich ihre Biografie wider, die Geschichte des 20. Jahrhunderts: die Barbarei des Nationalsozialismus, der ihr Vater zum Opfer fiel und der sie selbst nur knapp entkam, die ungarische Revolution von 1956 sowie die Opposition im Intellektuellenzirkel der „Budapester Schule.“

Ein Eintrag im “Ungarns Neue Linke: Goethe-Medaille in Weimar an Ágnes Heller verliehen”

  1. dazu auch ein interview in der jungle world mit ah. fürchterlich aktuell in weimar und in der partei-linken weimars im jahr 2010:

    „Das Kádár-Regime ist dafür verantwortlich, weil es den Leuten beibrachte, dass es Grenzen gibt, die man nicht überschreiten darf, dass man kooperieren muss, dass man feige sein soll, dass man den Mund halten muss – und diese Gewohnheit lebt fort, trotz des Systemwechsels.“

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