(pd) Bei der Behandlung von Flüchtlingen in Thüringen herrschen Zustände wie in einer Dritte-Welt-Diktatur. Der Weimarer Landtagsabgeordnete und neue-linke-Stadtrat Dr. Thomas Hartung, selbst Arzt, hat herausgefunden, dass Asylbewerber im Land keine ordentliche Zahnbehandlung erhalten. Den Flüchtlingen werden bei Beschwerden einfach die Zähne gezogen – anstatt sie mit einer Füllung oder Wurzelbehandlung zu kurieren. Dazu ein ausführlicher Artikel aus der Thüringischen Landeszeitung (TLZ) vom 28. Juli 2011:
http://www.tlz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Zaehne-von-Asylanten-werden-gezogen-und-nicht-behandelt-666678436
(pd) Der Verein Gerberstraße 1 bietet die gesamten Sommerferien über kostenfreie Workshops in der Kunst der Holzbildhauerei an. Gearbeitet wird von Montag bis Freitag, jeweils ab 14.00 Uhr. Betreut werden die Jugendlichen durch die Diplom-Künstler Jasmin Kleingärtner und Julia Langer. Die Teilnahme ist jederzeit ohne Anmeldung möglich. Gefördert wird das Projekt durch das Thüringer Ministerium für Arbeit, Wirtschaft und Technik(**).
(** hat Thomas klargemacht)
(Beitrag von Nick Brauns in der jungen Welt, Ausgabe 21.7.2011)
Wie die Generalbundesanwaltschaft mitteilte, wurden bereits am Sonntag
zwei mutmaßliche Mitglieder der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in
Deutschland von Beamten des Bundeskriminalamtes festgenommen.
Den beiden in Freiburg bzw. am Düsseldorfer Flughafen festgenommenen 28jährigen türkischen Staatsbürgern, gegen die mittlerweile Haftbefehle verhängt wurden, wird die Mitgliedschaft in einer »ausländischen terroristischen Vereinigung« nach Paragraph 129b Strafgesetzbuch vorgeworfen. (weiterlesen …)
Das Sozialticket ist wieder da
Von Steffen Vogel
Für manche ist es »Verplempern« von Geld (CDU-Kreischef Arndt in der TLZ), für die Betroffenen eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität: Das Sozialticket für die Weimarer Stadtbusse zum halben Preis. Eingeführt wurde es im vergangenen Jahr, auf Initiative von Oberbürgermeister Stefan Wolf.
Doch das Budget dafür lief im November aus und die Haushaltssperre verhinderte seine weitere Finanzierung. Während der Verhandlungen für den Haushalt 2011 verabredete sich die Fraktion »neue linke« mit den Kollegen von SPD und Grünen zur Wiedereinführung des Sozialtickets, und seit Mai wird es wieder ausgegeben. Darüber sprach »neue linke«-Fraktionschef Steffen Vogel mit Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD). (weiterlesen …)
(mw) Auf einer Vollversammlung haben die Studierenden der Bauhaus-Universität mit 68 Prozent für ein Semesterticket der Stadtwirtschaft Weimar votiert. Das bedeutet, dass die momentan eingeschriebenen rund 3600 Studierenden ab dem Wintersemester unbegrenzt Busse der Stadtwirtschaft nutzen können. Dafür wird der Betrag von 25 Euro für den Zeitraum von sechs Monaten mit den Semestergebühren im voraus entrichtet. Das Ticket bedeutet vor allem für die in den Randgebieten lebenden, hauptsächlich aus dem Ausland stammenden Kommilitonen eine Mobilitätsverbesserung. Einziger Wermutstropfen bleibt die Wahlbeteiligung: Nur knapp elf Prozent der Abstimmungsberechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.
(hr/pd) Im Juli ist in der Uni Jena die Wanderausstellung »Das hat’s bei uns nicht gegeben Antisemitismus in der DDR« gezeigt worden. Kritisch bewertet wurde dabei die offizielle Haltung in der ddr, wonach der Antisemitismus nach 1945 »mit Stumpf und Stiel ausgerottet« worden wäre. Die These der Ausstellungsmacher von der Amadeo-Antonio-Stiftung: Das »bessere Deutschland« sei seinem Anspruch nicht gerecht geworden. Dagegen hat der ddr-Historiker Kurt Pätzold die Wanderausstellung als »Propagandakampagne zur Verteufelung der ddr« bezeichnet. Wer sich eine eigene Meinung bilden möchte, kann dies auf der vorerst letzten Station der Wanderausstellung ab 12. September in der ig-bau-Bildungsstätte in Steinbach im Hoch-Taunus-Kreis tun.
Von Günter Platzdasch
[zuerst in: »die neue linke«, Weimar, Ausgabe 12, Juli/August 2011]
In Jena debattierten vom 8. bis 10. Juni 2011 Forscher über Strukturwandel und »Arbeitsbewußtsein«. Anfang der 1980er Jahre hieß es noch, der »Arbeitsgesellschaft« gehe die Arbeit aus. Tatsächlich ist die altbekannte, in sozialen Auseinandersetzungen dominante Arbeiterklasse inzwischen unauffindbar.
Das Wissen um die von Arbeitsrechtprofessor Ulrich Mückenberger Mitte der achtziger Jahre diagnostizierte »Krise des Normalarbeitsverhältnisses« ist inzwischen Allgemeingut. Weltweit machen Kernbelegschaften nur noch 20 Prozent aller Arbeitskräfte aus, (weiterlesen …)