Überraschender Besuch aus Sachsen in Jena: Dresdner Nachwehen

Von Maximilian Wiesner

Am 10. August hat der Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König sowohl in seiner Privatwohnung als auch in seinem Dienstzimmer Besuch von der sächsischen Polizei erhalten.

Grund war die Beweissuche für die Vorwürfe »aufwieglerischer Landfriedensbruch«, und »Bildung einer kriminellen Vereinigung«, die König im Zusammenhang mit der antifaschistischen Demonstration am 19. Februar in Dresden angelastet werden. Bemerkenswert ist dieser Vorgang (weiterlesen …)

England Riots: Zu nichts zu gebrauchen!

Von Holger Ruhland

In der Abscheu gegenüber englischen Krawallmachern sind sich Wertkonservative und sozial engagierte Wutbürger einig.

Marx erkennt in der »Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie« den Zustand des Menschen unterm Kapital nicht nur als »erniedrigt«, »geknechtet« und »verlassen«, sondern eben auch als »verächtlich«. Anders als hierzulande die Stadtteil-identitäre »Empört Euch«-Linke es einfordert, wurde in England leider nicht aus Hunger, sondern für Schnaps randaliert. Das fehlende Klassen- und Schollenbewusstsein der Überflüssigen (weiterlesen …)

Wolf im Fuchspelz: Das DNT finanziell abgesichert

Von Pierre C. Deason-Tomory

Das Deutsche Nationaltheater wird in den nächsten Jahren genug Geld haben, um sein anspruchsvolles Programm weiterzuführen.

Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf und Thüringens Kulturminister Christoph Matschie haben am 30. Juni einen Vertrag unterzeichnet, der die Finanzierung des Deutschen Nationaltheaters bis zum Jahr 2016 absichert. Das Land wird demnach (weiterlesen …)

Gaddafis Fall und »die Claudia Schiffer Nordafrikas«: Im Bad von Aischa

Von Günter Platzdasch

Volksmassen-Sozialismus? Nein danke! Erst mal den im Kommunistischen Manifest (1848) gepriesenen Fortschritt: »Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterten Kommunikationen alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation.«

Linke machen es sich zu einfach, wenn sie so tun, als bedeute Gaddafis Abgang nur das Ende irgendeines Despoten, afrika-, lateinamerikatypisch… Wie beim Zusammenbruch des europäischen Sozialismus 1989/90 sollten Linke sich den Fakten stellen: Die von der Arabellion weggefegten Herrscher Ägyptens und Tunesiens gehörten bis zum Ende der Sozialistischen Internationale an; Gaddafi wurde von Linken dafür bewundert, daß er eine Revolution unter dem Motto »Freiheit, Sozialismus, Einheit« führte, die ausländischen Einfluß zurückdrängen und Politik im Dienste der »jamahir« (Volksmassen) umsetzen wollte. (weiterlesen …)

Ausgabe 13/2011 „die neue linke“ (September)

Darin u.a. folgende Artikel:

  • Libyen: Im Bad von Aischa
  • Besuch aus Sachsen in Jena: Dresdner Nachwehen
  • Zwei Jahre Rettung: Wohin mit Europa?
  • Flüchtlinge: Zähne gezogen statt behandelt
  • Bundessozialgericht: Jobcenter muß zahlen
  • England Riots: Zu nichts zu gebrauchen!
  • DNT finanziell abgesichert: Wolf im Fuchspelz

Download (PDF) der Ausgabe 13/2011 HIER…

Konkretes statt braunem Spuk!

Einwurf nach der verhinderten Nazi-Demo in Weimar

von Pierre C. Deason-Tomory

Am vergangenen Wochenende haben wieder Neonazis versucht, in Weimar aufzumarschieren. Es hat nicht geklappt: Die Stadt verbot die Demo und ein breites Bündnis Weimarer Bürger demonstrierte, dass die Nazis hier nicht willkommen sind.

Darauf können wir stolz sein. Aber nicht zu sehr: Vor allem dürfen wir uns nicht der Illusion hingeben, dass GANZ WEIMAR gegen die Nazis demonstriert hätte. Dem ist nicht so. Nazis und Rechtspopulisten haben auch in Weimar Anhänger. Wir können durch solche Aktionen wie am Wochenende den Nazis unsere Haltung zeigen, die Ansichten rechter Sympathisanten verschwinden dadurch nicht. (weiterlesen …)

Seiten: « 1 2