Finissage: neue linke zeigt Ergebnisse eines Workshops mit Künstlern der Lebenshilfe

ARBEITEN“

von Christoph Schaffarzyk

Mit dieser Reihe von integrativen Workshops präsentiert die neue linke Weimar e.V. erstmalig künstlerische Arbeiten in ihrem Bürgerbüro. In diesem neuen Weimarer Raum für Kunst geht es nicht um einen elitären Ort der Kunstpräsentation, sondern um Möglichkeiten mit Kunst konkret gesellschaftlich zu wirken. Die von uns vertretenen Künstler sollen unsere Räumlichkeiten nicht nur als Ort der Präsentation verstehen, sondern auch als Ort der Begegnung, der Diskussion, der Kunstvermittlung. Konsequent wurden deswegen zwei Weimarer Institutionen als Kooperationspartner ausgewählt, die in ihrem Selbstverständnis die individuelle Entfaltung eines jeden Menschen als Ziel ihrer Arbeit suchen.

Dank freundlicher Unterstützung des Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit: Dr Paul Brockhausen, wird es drei Weimarer Vereinen ermöglicht, dass ihre Mitglieder gemeinsam arbeiten und sich gemeinsam präsentieren können. Die Künstler Julia Langer und Christoph Schaffarzyk leiten Siebdruck-Workshops in denen Menschen mit geistiger Behinderung gleichberechtigt mit Mitgliedern der Gerberstraße 1 – Haus für Soziokultur und der Neuen Linken, Textilien nach ihren individuellen Bedürfnissen gestalten können. Die Ergebnisse dieser gemeinsamen Produktion werden in einer Finissage

am 30.12.2011

um 16:00 Uhr

in den Räumen der Neuen Linken

in der Jakobsstraße 22

präsentiert, dazu sind alle Bürger herzlich eingeladen.

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Ausgabe 16/2011-2012 „die neue linke“ (Dezember/Januar)

Darin u.a. folgende Artikel:

  • Ein Weimar von unten
  • Wohnungsnot in Weimar
  • Wer ist Monti?
  • Verfassungsschutz, ahnungslos
  • Stadthaushalt 2012
  • Zug nach Weimar
  • Untergrund & Öffentlichkeit
  • Herderplatz-Linden sind weg!

Download (PDF) der Ausgabe 16/2011 HIER…

Vorschläge der „neuen linken“ für den Stadthaushalt 2012

Keine Kürzung bei Sozialticket und D.A.S. Jugendtheater

von Pierre C. Deason-Tomory

Die Ausgabe des Sozialtickets soll auch in 2012 für alle Bedürftigen gesichert werden. Die Fraktion „neue linke“ im Weimarer Stadtrat hat deshalb eine Änderung des Haushaltentwurfs der Verwaltung beantragt. Demnach sollen die geplanten Ausgaben für das Sozialticket von 200.000 Euro um 85.259 Euro erhöht werden.

Die Verwaltung hatte im Herbst auf eine Anfrage der „neuen linken“ mitgeteilt, dass sich die Kosten für die Ausgabe eines Sozialticket für alle Bedürftigen nach ihrer Hochrechnung im Jahr 2012 auf etwa 285.000 Euro belaufen werden. Diese Summe hat die „neue linke“ beantragt, um zu verhindern, dass der Verkauf der verbilligten Fahrkarten wegen der Unterfinanzierung im Haushalt noch vor Ende 2012 eingestellt werden muss. Zufrieden ist die „neue linke“ mit den im Haushaltsentwurf vorgesehenen Beträgen zur Finanzierung des kostenlosen Schulfrühstücks für Grundschüler, der Sport- und Kulturförderung und zur Erneuerung des Bahnübergangs in Weimar-West, die die Fraktion für den Haushalt 2011 durchgesetzt hatten.

Neu beantragt hat die „neue linke“ 3.000 Euro für die Auslobung eines Christoph Martin Wieland-Preises sowie 3.000 Euro für die Beförderung der Schüler des Förderzentrums Sehen in der Weimarer Diesterwegschule zu zusätzlichem Sportunterricht. Diese beiden Ausgaben sollen gegenfinanziert werden durch die Streichung einer geplanten Umgestaltung des DSD-Stellplatzes in Schöndorf, die wegen der jüngsten Umstellung der Abfallentsorgung unnötig geworden ist. Die Erhöhung des Budgets für die Ausgabe der Sozialtickets soll durch die Kürzung der Ausgaben für Erstattung der Kosten der Unterkunft und die Leistungsbeteiligung für Unterkunft und Heizung ausgeglichen werden.

Die von anderen Fraktionen beantragte Streichung der Kosten für einen Umbau des mon ami als Spielstätte für das D.A.S. Jugendtheater lehnt die „neue linke“ kategorisch ab: Dadurch würde das Jugendtheater, das die Stellwerkbühne am Hauptbahnhof Ende 2014 räumen muss, in seiner Existenz gefährdet.

DNT: Keine Fusion!

(pd) Das Deutsche Nationaltheater bleibt ganz in Weimar, und das mindestens bis 2016. Der Weimarer Stadtrat hat am 12. Oktober den Theatervertrag bestätigt und damit auch das Vorpreschen von Oberbürgermeister Stefan Wolf, der diese Vereinbarung Ende Juni mit Kultusminister Matschie getroffen hatte. Vertrieben haben OB und Rat damit das Gespenst der Theater-Fusion mit Erfurt, das hinter den Kulissen der Regierungsverhandlungen über den Landeshaushalt 2012 wieder aufgetaucht war. Gedroht hatte eine Reduzierung des Deutschen Nationaltheaters auf das Sprechtheater und die erzwungene Abwanderung der Opernsparte nach Erfurt. Das DNT wird stattdessen ab 2013 jährlich eine Million Euro mehr aus der Landeskasse erhalten.

Vortrag zu Triebstruktur und Gesellschaft

Mad Men – Anmerkungen zu Triebstruktur und Gesellschaft

von Holger Ruhland

»Mad Men« – so nannte man die Angestellten in jenen Werbeagenturen, die sich in der Nachkriegszeit in der und um die Madison Avenue in New York konzentrierten.

Vortrag/Diskussion mit Roger Behrens (Philosoph, Lehrbeauftragter Uni Lüneburg),

Mittwoch, 14.12., 19:00 Uhr

Jugend- und Kulturzentrum Mon AMI Weimar, Beginn: 19 Uhr

Hier wurde mit Parolen, Emblemen und Logos Reklame für eine Welt gemacht, die sich selbst durch Konsum, Wohlstand und Überfluss definierte, eine nach wie vor kapitalistische Welt, die nunmehr tendenziell alles in eine Ware verwandelte, in der zunehmend die »technologische Rationalität« den Lifestyle bestimmte: Scheinbar löste jetzt ein liberaler Individualismus die totalitäre Massengesellschaft ab (diese Gegenüberstellung bestimmte jedenfalls alltagsideologisch den Kalten Krieg sowie die allgemeinen antikommunistischen Ressentiments). (weiterlesen …)

Vortrag zur Kritik des Rechts

Das Recht des Kapitals. Einführung in die materialistische Rechtskritik

von Holger Ruhland

„Nun wird die Gleichheit selbst zum Fetisch. Die Binde über den Augen der Justizia bedeutet nicht bloß, daß ins Recht nicht eingegriffen werden soll, sondern daß es nicht aus Freiheit stammt“ urteilte Adorno einst über das formale Recht als realer Form rationaler Herrschaft unterm Kapital.

Der Vortrag soll einführend die Dialektik der Rechtsform und seiner Träger, der Rechtssubjekte, aus der Perspektive einer kritischen Theorie der Gesellschaft heraus entwickeln.

Die gesellschaftlichen Verkehrsformen unter kapitalistischen Produktionsbedingungen als Beziehungen formal freier Warenbesitzer zueinander zu begreifen, wirft in diesem Sinne die Frage nach der Funktion des modernen bürgerlichen Rechts als einer Absicherung des Status Quo, und seiner Technik als einer Ideologie auf.

Die Garantie der Berechenbarkeit der Austauschprozesse einer warenproduzierenden Konkurrenzökonomie einerseits, der spezifische Schutzmechanismus des bürgerlichen Rechts für die vereinzelten Einzelnen andererseits, sollen in ihrem dialektischen Verhältnis zueinander in Beziehung gesetzt werden.

Vortrag/Diskussion mit Simon Birnbaum

Dienstag, 13.12., 19:00 Uhr

Jugend- und Kulturzentrum Mon AMI (Saalcafé)