Finissage: neue linke zeigt Ergebnisse eines Workshops mit Künstlern der Lebenshilfe
pcd - 29. Dezember 2011 - Allgemein„ARBEITEN“
von Christoph Schaffarzyk
Mit dieser Reihe von integrativen Workshops präsentiert die neue linke Weimar e.V. erstmalig künstlerische Arbeiten in ihrem Bürgerbüro. In diesem neuen Weimarer Raum für Kunst geht es nicht um einen elitären Ort der Kunstpräsentation, sondern um Möglichkeiten mit Kunst konkret gesellschaftlich zu wirken. Die von uns vertretenen Künstler sollen unsere Räumlichkeiten nicht nur als Ort der Präsentation verstehen, sondern auch als Ort der Begegnung, der Diskussion, der Kunstvermittlung. Konsequent wurden deswegen zwei Weimarer Institutionen als Kooperationspartner ausgewählt, die in ihrem Selbstverständnis die individuelle Entfaltung eines jeden Menschen als Ziel ihrer Arbeit suchen.
Dank freundlicher Unterstützung des Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit: Dr Paul Brockhausen, wird es drei Weimarer Vereinen ermöglicht, dass ihre Mitglieder gemeinsam arbeiten und sich gemeinsam präsentieren können. Die Künstler Julia Langer und Christoph Schaffarzyk leiten Siebdruck-Workshops in denen Menschen mit geistiger Behinderung gleichberechtigt mit Mitgliedern der Gerberstraße 1 – Haus für Soziokultur und der Neuen Linken, Textilien nach ihren individuellen Bedürfnissen gestalten können. Die Ergebnisse dieser gemeinsamen Produktion werden in einer Finissage
am 30.12.2011
um 16:00 Uhr
in den Räumen der Neuen Linken
in der Jakobsstraße 22
präsentiert, dazu sind alle Bürger herzlich eingeladen.
zu den Trägern:
Das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderung und deren Familien in Weimar und den Landkreisen Weimarer Land und Sömmerda. Es will das Verständnis fördern für die besonderen Herausforderungen, vor denen Menschen mit geistiger, seelischer oder Mehrfachbehinderung und ihre Familien stehen. Ziel der Lebenshilfe ist, dass jeder Mensch mit Behinderung – heute und in Zukunft – gleichberechtigt und so selbst bestimmt wie möglich in unserer Gesellschaft leben kann. Hinzu kommen der Gedanke der Integration und des gegenseitigen Verständnisses von Menschen mit und ohne Behinderung. Den Ursprung der Lebenshilfe bildeten – wie auch bei vielen anderen Lebenshilfen in Deutschland – die Elternvereine.
Die Gerber ist eine tolle Einrichtung, einmalig in ihrer Art und ganz wichtig für Weimar und seine sozio-alternative und links-alternative Szene. Wenn mensch erst einmal die Schwellenangst überwunden hat, findet sie/er dort viele aufgeschlossene, aktive jüngere und ältere Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen, aber verbindenden Grundsätzen des Antifaschismus, Antirassismus, und einer respektvollen emanzipatorischen und repressionsfreien Weltsicht. – Oswald W. Grube






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