Zyniker: Carsten Meyer macht jetzt auch Wahlkampf auf Kosten des Buchenwald-Vermächtnis`
pcd - 20. Januar 2012 - Allgemein
„neue linke“ begrüßt Vorschlag zur Umbenennung des Weimarplatzes: Oberbürgermeister Wolf folgt damit dem Wunsch des BgR!
von Pierre C. Deason-Tomory
Die „neue linke“ hat am Freitag die Kritik des bündnisgrünen OB-Kandidaten Carsten Meyer am Weimarplatz-Vorschlag von OB Wolf zurückgewiesen. Das Bürgerbündnis gegen Rechts hatte im Vorjahr ausführlich darüber diskutiert, so „neue linke“- und BgR-Mitglied Oswald W. Grube, ob man den Weimarplatz in Semprun-Platz umbenennen sollte und sich dafür ausgesprochen. Diesen Vorschlag hatte Oberbürgermeister Stefan Wolf nach Auskunft von „neue linke“-Stadtrat Steffen Vogel bereits bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Ottomar Rothmann am 3. Oktober gemacht.
OB-Kandidat Carsten Meyer hatte gestern Wolfs Vorschlag, am Mittwoch auf dem Neujahresempfang vorgetragen, als „missglückten Versuch“ kritisiert, mit dem eigene Phantasielosigkeit überspielt werden solle. „neue linke“-Stadtrat Pierre Deason-Tomory warf im Gegenzug Meyer vor, den ehemaligen Buchenwald-Häftling Jorge Semprun und die Erinnerungskultur der Stadt für seinen Wahlkampf zu missbrauchen. Diese Peinlichkeit wäre dem Grünenkandidat sicher nicht unterlaufen, wäre er enger an die Arbeit des Bürgerbündnis gegen Rechts angebunden. Dann hätte er es wohl auch unterlassen, den Weimarplatz in seiner Erklärung als „Gauforum“ zu bezeichnen und wenigstens das Wörtchen „ehemaliges“ vor der NS-Bezeichnung für den Platz gesetzt. Die angestrebte Umbenennung sollte nach Ansicht des Stadtentwicklers und Architekten Grube die Bemühungen beflügeln, den Platz seiner Bedeutung und Geschichte entsprechend umzugestalten.






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